Mein Bergen ist attraktiv

Um bürgerfreundlich zu bleiben, muss das Stadtbild Bergens reizvoll gestaltet sein. In den vergangenen Jahren haben wir mehr und mehr zu pflegende Straßen und Parks in allen Ortschaften dazu gewonnen. Leider ist der Stellenplan des Bauhofes von der Politik nicht in dem Maße angepasst worden, wie es nötig wäre. Daher ist es für die Bauhofmitarbeiter eine besondere Herausforderung, unser Stadtbild attraktiv zu halten. Wir sind uns des Problems bewusst und ich plädiere an dieser Stelle an alle Bürger, die Verantwortung für Ihre Grundstücke haben, sich an der Straßenreinigung aktiv zu beteiligen. 


Bergen ist „Stadt des Friedens und der Internationalität“ und wir leben derzeit mit über 50 Nationen zusammen.

Die Gemeinschaft der Kulturen und das friedliche Miteinander sind für mich von besonderer Bedeutung. Vielfalt und Offenheit sollten daher gelebter Alltag sein. Wir haben nur diese eine Welt auf der wir für einen kurzen Moment gemeinsam leben. Daher setze ich mich für alle hier lebenden Menschen ein.

Denn in einer krisengeschüttelten Welt zeigt sich wahre Stärke nicht im Alleingang, sondern im kollektiven Zusammenhalt. Nur gemeinsam meistern wir die Herausforderungen von morgen, eine radikale Spaltung unserer Gesellschaft wäre das Ende unserer staatlichen Ordnung.

Wir sind als Stadt Bergen auch „Sicherer Hafen„, was bedeutet, dass wir uns, wenn nötig, um Menschen kümmern, die durch Krieg und Verfolgung heimatlos geworden sind. Denn auch wir könnten in eine solche Situation geraten, die Geschichte hat es bewiesen.


Mit einer Gemeinschaft aus 13 Ortschaften ist Bergen eine lebendige Stadt.

Jedes der umliegenden Dörfer trägt zur Attraktivität unserer Gemeinschaft bei. Unsere vier Museen, die vielen Sportvereine und insbesondere das soziale Engagement – beispielsweise für die Kleiderkammer – ist in unserer Stadt unglaublich vielfältig und stark ausgeprägt. 

Unsere Ortschaften sollen ihren ländlichen Charakter erhalten und sich gleichzeitig zukunftsorientiert weiterentwickeln. Da das aus eigener Kraft finanziell für die Stadt schwierig ist, haben wir uns für das Dorfentwicklungsprogramm beworben und sind 2020 mit der „Dorfregion Süd“ in das Förderprogramm aufgenommen worden. Private wie öffentliche Vorhaben werden über die nächsten Jahre massiv gefördert (beispielsweise der Straßenbau in Offen, Hinter den Höfen, oder die Teilsanierung des DGH in Sülze, Offen und Belsen) und gewährleisten eine positive, selbstbestimmte Entwicklung in den Ortschaften.


Um die Attraktivität unserer Stadt weiterhin für junge Familien zu steigern, haben wir in den Ortschaften Eversen, Sülze, Bergen und Belsen u.a. in den vergangenen 4 Jahren neue Baugebiete ausgewiesen. Dies geschah in enger Abstimmung mit den Ortschaften.

Generell sind diese Baugebiete wichtig für die Entwicklung der Stadt insgesamt, doch leider haben sich durch den Krieg in der Ukraine die Energiekosten, Baukosten und die Zinsen so ungünstig entwickelt, dass die Bautätigkeit augenblicklich stagniert. 

Die Stadt ist bestrebt, den jungen Familien eine Perspektive für eine Zukunft in Bergen zu bieten. Die Voraussetzungen sind in Bezug auf Baugrundstücke geschaffen worden, die weitere Entwicklung muss abgewartet werden.

Auch über den immer geforderten günstigen Wohnraum verfügt die Stadt. Hier ist aktuell sogar ein teilweiser Leerstand zu verzeichnen. Um dem entgegen zu wirken ist geplant, in der Seymourstr. vier Blöcke abzureißen, um so eine vernünftige Stadtplanung zu gewährleisten.


Der Klimawandel geht uns alle an. Mein Bergen stellt sich diesen globalen Herausforderungen auch auf lokaler Ebene. Als zukunftsorientierte Stadt ist es unerlässlich für Bergen, sich als ökologisch und nachhaltig agierende Gemeinde zu etablieren.

Deshalb haben wir da, wo Sanierungsarbeiten stattgefunden haben, auch Photovoltaik-Anlagen oder Solarenergie auf öffentlichen Gebäuden berücksichtigt – so beispielsweise auf der Heisterkampsporthalle.

Aktuell steht auf der Agenda, im nord-östlichen Teil unseres Stadtgebietes, einen Windpark zu etablieren, an dem auch die Bürger beteiligt werden.

Auch Kleinigkeiten berücksichtigen wir, wie z.B. die biologisch abbaubaren Kotbeutel in den Spendern.

Unter anderem ist ein Wasserspender von den Stadtwerken aktuell auf dem Friedensplatz installiert worden, um die Bürger an Hitzetagen mit Flüssigkeit zu versorgen. Diese Maßnahme ist sicherlich auch für unsere Ortschaften von Interesse.

Nach wie vor ist es mir ein Anliegen, unsere Ortskerne mit mehr Bäumen zu versehen, um Schattenplätze zu schaffen. Dies gestaltet sich ehrlicherweise aus verschiedenen Gründen schwierig, aber trotzdem bleibe ich an diesem Thema dran.


Wir alle profitieren von einer guten Wirtschaft. Die circa 400 kleinen und großen Betriebe im Stadtbereich müssen daher Gehör in der Politik finden. Um dem gerecht zu werden, habe ich seit meinem Amtsantritt im November 2019 zweimal jährlich einen Unternehmerabend durchgeführt.

In der Regel haben wir 50 – 70 Teilnehmende aus der Wirtschaft. Gemeinsam besuchen wir einen örtlichen Betrieb, der an diesem Abend die Möglichkeit hat, sich vorzustellen. Ebenso gibt es ein Kurzreferat von Institutionen wie beispielsweise dem JobCenter, der örtlichen Oberschule, der Krankenkasse usw.

Der Austausch dient dem Netzwerken und dem guten Austausch zwischen Verwaltung und Wirtschaftsbetrieben hier vor Ort. Ich möchte diesen Austausch weiter auf diese Weise auf einem guten Niveau halten.

Hilfreich dabei ist auch unsere Wirtschaftsförderung, in Person Herr Wunderlich, der bestrebt ist, Hilfestellungen zu geben, wo er nur kann. Dazu gehört die Beratung zu Förderprogrammen, die Vermittlung von Gewerbegrundstücken, die Vermittlung zu Ansprechpartnern beim Landkreis oder auch der Hinweis auf andere Netzwerkpartner.

Zu den Gewerbegrundstücken kann ich noch ergänzen, dass die Grundstücke im Gewerbegebiet „Auf der Schanze“ alle seit 2024 verkauft sind. Um weiterhin Gewerbeflächen anbieten zu können, haben Stadt und SEB insgesamt ca. 25 ha angekauft. Die Nachfrage besteht und wir sind nun auf dem Weg, die Flächen Stück für Stück zu entwickeln.

Die positiven Rückmeldungen der Betriebe zeigen uns, dass wir als Stadtverwaltung hier auf dem richtigen Weg sind.

Auch in Bezug auf die Förderung des Ausbildungsnachwuchses steht die Stadt Bergen in engem Kontakt mit der Oberschule in Bergen. Für die kommende Zeit sind gemeinsame Projekte angedacht, denn ohne Zweifel ist die Nachwuchsförderung elementar, um dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken. 


Eine allgemeine Herausforderung für unsere Region ist nach wie vor die Mobilität – sowohl die persönliche über den öffentlichen Nahverkehr als auch die digitale in Form von Netzanbindung.

Der ÖPNV und eine mögliche Bahnanbindung der Stadt bieten viele Möglichkeiten, die den Bürgern zugutekommen und auch den Tourismus und die Wirtschaft fördern können. Als Bürgermeisterin habe ich beim Landkreis Heidekreis wie auch beim Landkreis Celle immer wieder eine landkreisübergreifende Busverbindung eingefordert.

Auch die Reaktivierung der SINON-Bahnstrecke für den Personennahverkehr habe ich in Arbeitskreisen nachdrücklich eingefordert.

Die Zuständigkeit liegt am Ende jedoch nicht bei der Stadt Bergen, so bleibt nichts anderes, als immer am Ball zu bleiben, was ich als Bürgermeisterin beharrlich tue.

Das Vorhaben, den Bürgerbus zu stärken ist leider nicht geglückt. Die Stadt Bergen hat den Verein zwar finanziell unterstützt und auch die ehrenamtlichen Fahrer waren immer eifrig dabei, doch am Ende fehlten die Fahrgäste, sodass sich der Verein nach vielen Jahren leider auflösen musste.  

Auch die Prüfung eines Car-Sharings war nicht erfolgversprechend, aber eine erneute Prüfung zu einem späteren Zeitpunkt schließt sich nicht aus.

Demnächst wird hinter dem Gemeindehaus in Bergen eine Schnellladesäule für PKWs in Betrieb genommen. Dies ist ein gutes Angebot für die E-Fahrzeuge mit einem guten Standort im Ortskern an der B3. Weitere Stationen sollen gerne folgen.

Eine gute und schnelle Internetanbindung mit Glasfaser schreitet langsam aber stetig voran. Auch hier bleiben wir am Ball, denn wir wissen, dass diese für dieWirtschaft und den privaten Gebrauch unabdingbar ist.


Ich habe zugesagt, mich für den Erhalt des Schwimmbades einzusetzen und tatsächlich konnte gemeinsam mit der Politik erreicht werden, Sanierungsmaßnahmen anzuschieben. Diese sind noch nicht abgeschlossen und viele Maßnahmen liegen noch vor uns, gemeinsam bleiben wir hier am Ball.


Die notwendige Sanierung der Sportstätte am Heisterkamp haben wir in meiner Amtszeit angeschoben und beendet. Es war ein Kraftakt und am Ende, wie so vieles, etwas teurer als ursprünglich geplant, aber es ist geschafft zugunsten der vielen Sportler aller Altersgruppen und darüber freue ich mich sehr.


Bei den Krippen und Kindergärten sind wir gut aufgestellt. Aufgrund des aktuellen Bedarfs haben wir in meiner Amtszeit die Kita Konfetti in Betrieb nehmen können. In dieses Projekt haben wir ca. 5,6 Mio. Euro investiert. Diese Entscheidung war richtig, um die gute Betreuung unserer Kleinsten weithin gewährleisten zu können. Selbstverständlich habe ich auch ein Augenmerk auf unsere weiteren Einrichtungen, die stetig mit Unterhaltungsmaßnahmen bedacht werden. In meiner Amtszeit ist auch die Entscheidung gefallen, die Kita Sülze neu zu bauen. Das ist eine gute und richtige Entscheidung, die wir jetzt in die Tat umsetzen.


Auch diese Entscheidung ist in meiner Amtszeit gefallen: Die Hinrich-Wolff-Schule  wird neu gebaut! Auch wenn das alte Gebäude viele Erinnerungen birgt, so sind wir es unseren Kinder schuldig, sie adäquat zu beschulen, um eine gute Bildung zu gewährleisten. Wir pflegen eine enge Abstimmung mit der Schulleitung und befinden uns aktiv in Planung. Ziel ist es, die Schule 2029 einzuweihen.

Die Zusammenlegung der Eversener Grundschule mit der Dahlhofschule in Sülze war ein Kraftakt. An dieser Stelle sage ich ganz deutlich, dass selbst die Landesschulbehörde (in Person von Frau Troué und Herrn Kochan-Rönisch) in persönlichen Gesprächen mit der Verwaltung für die Schließung votiert hat. Die Schulschließung war für alle Beteiligten eine sehr schwere Entscheidung und doch war sie, aus verschiedensten Gründen, nötig. Der Umgang vieler Betroffenen mit meiner Person hat mich zwar getroffen, hat mich aber in der Entscheidung nicht beeinflusst, denn ich bin gehalten, bestmögliche Entscheidungen für die Stadt und die Menschen insgesamt herbeizuführen. Auch wenn dies von einigen Bürgern nicht nachvollziehbar zu sein scheint, so war und ist es, auch im Sinne der Schüler, unter den gegebenen Umständen die beste Lösung.

 

 


Die Jugendzentren „Aspik“ und „Bergwerk“ brauchen dringend unsere Aufmerksamkeit. Die Mitarbeiter der Einrichtungen leisten mit wenigen Mitteln eine hervorragende, bewundernswerte Arbeit. Es wird Zeit, dass der Stadtrat diese Arbeit durch Haushaltsmittel entsprechend würdigt.

Hier ist in den letzten Jahren zu wenig investiert worden. Die Frage nach möglichen Sanierungs- und Erweiterungsmaßnahmen steht im Raum, der Bedarf ist da! Ich plädiere dafür, das Bergwerk in den Neubau der Hinrich-Wolff-Schule zu integrieren. Wir werden sehen, was die aktuelle Beratung mit der Politik ergibt.


Unsere Gesellschaft wird älter. Immer mehr Menschen machen sich frühzeitig Gedanken über Pflege im Alter. Die ansässigen Pflegebetriebe leisten eine hervorragende Arbeit und doch gibt es immer noch Bedarfe in der Betreuung, die gedeckt werden müssen. Insbesondere angemessene Pflege für Demenzkranke ist eine Herausforderung unserer Zeit.

Aktuell stehen wir in Verhandlung mit der Fa. Wohnvoll, um ein Projekt für betreutes Wohnen in der Seymourstr. zu verwirklichen. Ich hoffe sehr, dass dieses Projekt in der Zukunft realisiert werden kann. Ich will unsere Gesellschaft in diesem Bereich optimal aufstellen. Wenn wir das schaffen, ist das ein klares Statement für unsere Stadt und ihre Verantwortung gegenüber ihren Bürgern: Jeder soll in seiner Heimat in Würde alt werden können! Dafür mache ich mich auch weiterhin stark.


In Bergen gibt es eine Vielzahl an traditionsreichen Vereinen, die in verschiedensten Bereichen wichtige Arbeit leisten. Ich schätze das Engagement hoch und will es unterstützen. Eines der besten Beispiele ist sicherlich unser Schützenwesen! Hier wird Tradition seit Jahrhunderten gelebt. Das jährliche Schützenfest zum Abschluss der Saison hat einen hohen Stellenwert in unserer Stadtkultur und ist in seiner jetzigen Form in Kooperation mit der Stadt Bergen eine wunderbare Veranstaltung, um den Zusammenhalt zwischen den Dörfern beim Umzug sichtbar zu machen


Als Mitgründerin der Bürgerstiftung Region Bergen und aus vielen anderen ehrenamtlichen Tätigkeiten weiß ich, wie viel Hingabe es erfordert, ehrenamtliche Arbeit zu leisten. Deshalb möchte ich das vielfältige Engagement in diesem Bereich besonders unterstützen. Dies gilt für die Freiwillige Feuerwehr, weil sie eine gute Ausstattung auf dem Stand der Technik verdient, genauso, wie die Vereinsarbeit unserer Stadt.


Nach wie vor müssen wir dem Tourismus mehr Aufmerksamkeit und Bedeutung schenken, auch zur Stärkung unserer Hotels und Gastronomie. Zwischenzeitlich ist die Touristinformation beim Römstedt-Museum angedockt und gewährleistet hier mit passenden Angeboten und mit verlässlichen Öffnungszeiten die Versorgung der Touristen mit Informationen in unserer Stadt und stärkt nebenbei das Museum selbst.

Um unsere Stadt für Touristen attraktiv zu halten, gibt es seit geraumer Zeit u.a. eine E-Bike Lade- und Reparaturstation. Diverse Beschilderungen im gesamten Stadtgebiet bilden dazu eine gute Ergänzung.

Eine von mir angedachten Anbindung an den Touristenort Wietzendorf durch eine Draisine auf den OHE-Gleisen ist leider nicht umsetzbar, da die Gleise nach wie vor für den Güterverkehr genutzt werden und für eine Freigabe nicht zur Verfügung stehen.


Für alle Generationen ist eine gute ärztliche Versorgung in Bergen wichtig. Die Sicherung des Angebots im medizinischen Bereich ist also eine wichtige Aufgabe.  Dazu gehören nicht nur (Fach-)Praxen, sondern auch der Rettungsdienst. 

Um die ärztliche Versorgung in unserer Stadt attraktiv zu gestalten, hat der Rat auf meine Empfehlung ein Förderprogramm zur ärztlichen Versorgung verabschiedet. Als Verwaltung stehen wir aktuell in ständigem Austausch mit Ärzten, um für unseren Standort zu werben und die Versorgung weiter sicherzustellen. 

Ich möchte erwähnen, dass dies keine originäre Aufgabe einer Gemeinde ist und wir uns bei diesem Thema im Bereich der freiwilligen Leistung bewegen.


Um die Innenstadt allgemein zu entlasten, muss eine Ortsumgehung umgesetzt werden – Bergen kann nicht als Ersatzautobahn dienen! Ich sehe den Verkehr auf der B 3 als große Belastung für unsere Bürger. Auch das Gewerbegebiet „Auf der Schanze“ würde an Attraktivität gewinnen und wäre mit der Umgehungsstraße viel besser angebunden. Der Verkehr könnte den städtischen Innenbereich damit leichter umfahren.

Seit Jahren fordere ich die Umsetzung der zugesagten Ortsumgehung ein. Sie ist im Bundesverkehrswegeplan verankert und es darf nicht sein, dass wir als Stadt Bergen ständig vertröstet werden. Ich halte an der Umsetzung fest und trage diese Forderung bei den Entscheidungsträgern immer wieder vor.