Bei den Krippen und Kindergärten sind wir gut aufgestellt. Aufgrund des aktuellen Bedarfs haben wir in meiner Amtszeit die Kita Konfetti in Betrieb nehmen können. In dieses Projekt haben wir ca. 5,6 Mio. Euro investiert. Diese Entscheidung war richtig, um die gute Betreuung unserer Kleinsten weithin gewährleisten zu können. Selbstverständlich habe ich auch ein Augenmerk auf unsere weiteren Einrichtungen, die stetig mit Unterhaltungsmaßnahmen bedacht werden.
Bergen ist „Stadt des Friedens und der Internationalität“ und wir leben derzeit mit über 50 Nationen zusammen.
Die Gemeinschaft der Kulturen und das friedliche Miteinander sind für mich von besonderer Bedeutung. Vielfalt und Offenheit sollten daher gelebter Alltag sein. Wir haben nur diese eine Welt, auf der wir für einen kurzen Moment gemeinsam leben. Daher setzte ich mich für alle hier lebenden Menschen ein.
Denn in einer krisengeschüttelten Welt zeigt sich wahre Stärke nicht im Alleingang, sondern im kollektiven Zusammenhalt. Nur gemeinsam meistern wir die Herausforderungen von morgen, eine radikale Spaltung unserer Gesellschaft wäre das Ende unserer staatlichen Ordnung.
So bin ich bestrebt Treffpunkte gemeinsam mit der Politik zu schaffen wie beispielsweise den Spielplatz „Danziger Bucht“ für die Kleinen und eine weitere Begegnungsfläche mit Basketballfeld und Bolzplatz im Bereich der Seymourstr. auf dem Gelände der ehemaligen Slim-School.
Um die Attraktivität unserer Stadt weiterhin für junge Familien zu steigern, haben wir in den Ortschaften Eversen, Sülze, Bergen und Belsen u.a. in den vergangenen 4 Jahren neue Baugebiete ausgewiesen. Dies geschah in enger Abstimmung mit den Ortschaften.
Generell sind diese Baugebiete wichtig für die Entwicklung der Stadt insgesamt, doch leider haben sich durch den Krieg in der Ukraine die Energiekosten, Baukosten und die Zinsen so ungünstig entwickelt, dass die Bautätigkeit augenblicklich stagniert.
Die Stadt ist bestrebt, den jungen Familien eine Perspektive für eine Zukunft in Bergen zu bieten. Die Voraussetzungen sind in Bezug auf Baugrundstücke geschaffen worden, die weitere Entwicklung muss abgewartet werden.
Auch über den immer geforderten günstigen Wohnraum verfügt die Stadt. Hier ist aktuell sogar ein teilweiser Lehrstand zu verzeichnen. Um dem entgegen zu wirken, ist geplant, in der Seymourstr. vier Blöcke abzureißen, um so eine vernünftige Stadtplanung zu gewährleisten.
Der Klimawandel geht uns alle an. Mein Bergen stellt sich diesen globalen Herausforderungen auch auf lokaler Ebene. Als zukunftsorientierte Stadt ist es unerlässlich für Bergen, sich als ökologisch und nachhaltig agierende Gemeinde zu etablieren.
Deshalb haben wir da, wo Sanierungsarbeiten stattgefunden haben, auch Photovoltaik-Anlagen oder Solarenergie auf öffentlichen Gebäuden berücksichtigt – so beispielsweise auf der Heisterkampsporthalle.
Aktuell steht auf der Agenda, im nord-östlichen Teil unseres Stadtgebietes, einen Windpark zu etablieren, an dem auch die Bürger beteiligt werden.
Auch Kleinigkeiten berücksichtigen wir, wie z.B. die biologisch abbaubaren Kotbeutel in den Spendern.
Unter anderem ist ein Wasserspender von den Stadtwerken aktuell auf dem Friedensplatz installiert worden, um die Bürger an Hitzetagen mit Flüssigkeit zu versorgen. Diese Maßnahme ist sicherlich auch für unsere Ortschaften von Interesse.
Nach wie vor ist es mir ein Anliegen, unsere Ortskerne mit mehr Bäumen zu versehen, um Schattenplätze zu schaffen. Dies gestaltet sich ehrlicherweise aus verschiedenen Gründen schwierig, aber trotzdem bleibe ich an diesem Thema dran.
Eine allgemeine Herausforderung für unsere Region ist nach wie vor die Mobilität – sowohl die persönliche über den öffentlichen Nahverkehr als auch die digitale in Form von Netzanbindung.
Der ÖPNV und eine mögliche Bahnanbindung der Stadt bieten viele Möglichkeiten, die den Bürgern zugutekommen und auch den Tourismus und die Wirtschaft fördern können. Als Bürgermeisterin habe ich beim Landkreis Heidekreis wie auch beim Landkreis Celle immer wieder eine landkreisübergreifende Busverbindung eingefordert.
Auch die Reaktivierung der SINON-Bahnstrecke für den Personennahverkehr habe ich in Arbeitskreisen nachdrücklich eingefordert.
Die Zuständigkeit liegt am Ende jedoch nicht bei der Stadt Bergen, so bleibt nichts anderes, als immer am Ball zu bleiben, was ich als Bürgermeisterin beharrlich tue.
Das Vorhaben, den Bürgerbus zu stärken ist leider nicht geglückt. Die Stadt Bergen hat den Verein zwar finanziell unterstützt und auch die ehrenamtlichen Fahrer waren immer eifrig dabei, doch am Ende fehlten die Fahrgäste, sodass sich der Verein nach vielen Jahren leider auflösen musste.
Auch die Prüfung eines Car-Sharings war nicht erfolgversprechend, aber eine erneute Prüfung zu einem späteren Zeitpunkt schließt sich nicht aus.
Demnächst wird hinter dem Gemeindehaus in Bergen eine Schnellladesäule für PKWs in Betrieb genommen. Dies ist ein gutes Angebot für die E-Fahrzeuge mit einem guten Standort im Ortskern an der B3. Weitere Stationen sollen gerne folgen.
Eine gute und schnelle Internetanbindung mit Glasfaser schreitet langsam aber stetig voran. Auch hier bleiben wir am Ball, denn wir wissen, dass diese für die Wirtschaft und den privaten Gebrauch unabdingbar ist.
Ich habe zugesagt, mich für den Erhalt des Schwimmbades einzusetzen und tatsächlich konnte gemeinsam mit der Politik erreicht werden, Sanierungsmaßnahmen anzuschieben. Diese sind noch nicht abgeschlossen und viele Maßnahmen liegen noch vor uns, gemeinsam bleiben wir hier am Ball.
Die notwendige Sanierung der Sportstätte am Heisterkamp haben wir in meiner Amtszeit ebenfalls angeschoben und beendet. Es war ein Kraftakt und am Ende, wie so vieles, etwas teurer als ursprünglich geplant, aber es ist geschafft zugunsten der vielen Sportler aller Altersgruppen.
Auch diese Entscheidung ist in meiner Amtszeit gefallen: Die Hinrich-Wolff-Schule wird neu gebaut! Auch wenn das alte Gebäude viele Erinnerungen birgt, so sind wir es unseren Kinder schuldig, sie adäquat zu beschulen, um eine gute Bildung zu gewährleisten. Wir pflegen eine enge Abstimmung mit der Schulleitung und befinden uns aktiv in Planung. Ziel ist es, die Schule 2029 einzuweihen.
Die Zusammenlegung der Eversener Grundschule mit der Dahlhofschule in Sülze war ein Kraftakt. An dieser Stelle sage ich ganz deutlich, dass selbst die Landesschulbehörde (in Person von Frau Troué und Herrn Kochan-Rönisch) in persönlichen Gesprächen mit der Verwaltung für die Schließung votiert hat. Die Schulschließung war für alle Beteiligten eine sehr schwere Entscheidung und doch war sie, aus verschiedensten Gründen, nötig. Der Umgang vieler Betroffenen mit meiner Person hat mich zwar getroffen, hat mich aber in der Entscheidung nicht beeinflusst, denn ich bin gehalten, bestmögliche Entscheidungen für die Stadt und die Menschen insgesamt herbeizuführen. Auch wenn dies von einigen Bürgern nicht nachvollziehbar zu sein scheint, so war und ist es, auch im Sinne der Schüler, unter den gegebenen Umständen die beste Lösung.
Die Jugendzentren „Aspik“ und „Bergwerk“ brauchen dringend unsere Aufmerksamkeit. Die Mitarbeiter der Einrichtungen leisten mit wenigen Mitteln eine hervorragende, bewundernswerte Arbeit. Es wird Zeit, dass die Stadt diese Arbeit durch Haushaltsmittel entsprechend würdigt. Hier ist in den letzten Jahren zu wenig investiert worden. Die Frage nach möglichen Sanierungs- und Erweiterungsmaßnahmen steht im Raum, der Bedarf ist da! Ich plädiere dafür, das Bergwerk in den Neubau der Hinrich-Wolff-Schule zu integrieren. Wir werden sehen, was die aktuelle Beratung mit der Politik ergibt.
Unsere Gesellschaft wird älter. Immer mehr Menschen machen sich frühzeitig Gedanken über Pflege im Alter. Die ansässigen Pflegebetriebe leisten eine hervorragende Arbeit und doch gibt es immer noch Bedarfe in der Betreuung, die gedeckt werden müssen. Insbesondere angemessene Pflege für Demenzkranke ist eine Herausforderungen unserer Zeit.
Aktuell stehen wir in Verhandlung mit der Fa. Wohnvoll, um ein Projekt für betreutes Wohnen in der Seymourstr. zu verwirklichen. Ich hoffe sehr, dass dieses Projekt in der Zukunft realisiert werden kann. Ich will unsere Gesellschaft in diesem Bereich optimal aufstellen. Wenn wir das schaffen, ist das ein klares Statement für unsere Stadt und ihre Verantwortung gegenüber ihren Bürgern: Jeder soll in seiner Heimat in Würde alt werden können! Dafür mache ich mich auch weiterhin stark.
Um bürgerfreundlich zu bleiben, muss das Stadtbild Bergens reizvoll gestaltet sein. In den vergangenen Jahren haben wir allerdings mehr und mehr zu pflegende Straßen und Parks in allen Ortschaften dazu gewonnen.
Leider ist der Stellenplan des Bauhofes von der Politik nicht in dem Maße angepasst worden, wie es nötig wäre. Daher ist es für die Bauhofmitarbeiter eine besondere Herausforderung, unser Stadtbild attraktiv zu halten. Wir sind uns dem Problem bewusst und ich plädiere an dieser Stelle an alle Bürger, die Verantwortung für Ihre Grundstücke haben, sich an der Straßenreinigung aktiv zu beteiligen und auch unsere Gärtner tun ihr Bestes.