Bergen ist „Stadt des Friedens und der Internationalität“ und wir leben derzeit mit über 50 Nationen zusammen.
Die Gemeinschaft der Kulturen und das friedliche Miteinander sind für mich von besonderer Bedeutung. Vielfalt und Offenheit sollten daher gelebter Alltag sein. Wir haben nur diese eine Welt auf der wir für einen kurzen Moment gemeinsam leben. Daher setze ich mich für alle hier lebenden Menschen ein.
Denn in einer krisengeschüttelten Welt zeigt sich wahre Stärke nicht im Alleingang, sondern im kollektiven Zusammenhalt. Nur gemeinsam meistern wir die Herausforderungen von morgen, eine radikale Spaltung unserer Gesellschaft wäre das Ende unserer staatlichen Ordnung.
Wir sind als Stadt Bergen auch „Sicherer Hafen„, was bedeutet, das wir uns, wenn nötig, um Menschen kümmern, die durch Krieg und Verfolgung heimatlos geworden sind. Denn auch wir könnten in eine solche Situation geraten, die Geschichte hat es bewiesen.
Mit einer Gemeinschaft aus 13 Ortschaften ist Bergen eine lebendige Stadt. Jedes der umliegenden Dörfer trägt zur Attraktivität bei. Sie pflegen Tradition und zeichnen unsere ländliche Region aus – deshalb ist es mir wichtig, auch diese zu jeder Zeit zu unterstützen.
In Bergen gibt es eine Vielzahl an traditionsreichen Vereinen, die in verschiedensten Bereichen wichtige Arbeit leisten. Ich schätze das Engagement hoch und will es unterstützen. Eines der besten Beispiele ist sicherlich unser Schützenwesen! Hier wird Tradition seit Jahrhunderten gelebt. Das jährliche Schützenfest zum Abschluss der Saison hat einen hohen Stellenwert in unserer Stadtkultur und ist in seiner jetzigen Form in Kooperation mit der Stadt Bergen eine wunderbare Veranstaltung um den Zusammenhalt zwischen den Dörfern beim Umzug sichtbar zu machen
Als Mitgründerin der „Bürgerstiftung Region Bergen“ und aus vielen anderen ehrenamtlichen Tätigkeiten weiß ich, wie viel Hingabe es erfordert, ehrenamtliche Arbeit zu leisten. Deshalb möchte ich das vielfältige Engagement in diesem Bereich besonders unterstützen. Dies gilt für die Freiwillige Feuerwehr, weil sie eine gute Ausstattung auf dem Stand der Technik verdient, genauso, wie die Vereinsarbeit unserer Stadt.
Gute Tradition in Bergen ist gelebte Integration. Wir haben es immer aktiv geschafft, Menschen in unserer Mitte aufzunehmen: In unserer Stadt leben zwischenzeitlich Mitbürger aus über 50 Ländern. Wir haben Geflüchtete aufgenommen und gezeigt, dass Bergen Herz hat! Damit Integration gelingen kann, bedarf es einer umsichtigen Politik, die die Kommunikation zwischen allen Kulturen fördert und vorantreibt.
Ich halte weiterhin an dem Projekt „Demokratie leben“ in Zusammenarbeit mit der Gedenkstättenstiftung fest. Unsere seit Jahren etablierte Integrationsarbeit ist sehr erfolgreich und ich möchte sie gerne weiter fortsetzen.
Nach wie vor müssen wir dem Tourismus mehr Aufmerksamkeit und Bedeutung schenken, auch zur Stärkung unserer Hotels und Gastronomie. Zwischenzeitlich ist die Touristinformation beim Römstedt-Museum angedockt und gewährleistet hier mit passenden Angeboten und mit verlässlichen Öffnungszeiten die Versorgung der Touristen mit Informationen in unserer Stadt und stärkt nebenbei das Museum selbst.
Um unsere Stadt für Touristen attraktiv zu machen, gibt es seit geraumer Zeit u.a. E-Bike Lade- und Reparaturstation. Diverse Beschilderungen im gesamten Stadtgebiet bilden dazu eine gute Ergänzung.
Eine von mir angedachten Anbindung an den Touristenort Wietzendorf durch eine Draisine auf den OHE-Gleisen ist leider nicht umsetzbar, da die Gleise nach wie vor für den Güterverkehr genutzt werden und für eine Freigabe nicht zur Verfügung stehen.
Die Stadt Bergen definiert mehr als ihre Vergangenheit.
Aber nur, wenn wir die Vergangenheit akzeptieren, können wir sie im Positiven überwinden und mit optimistischem Blick in die Zukunft schauen: Es ist unsere Verantwortung, zur Historie des Ortes zu stehen und daraus zu lernen. Wenn wir uns nicht definieren lassen von dem, was geschehen ist, sondern davon, wie wir unsere Zukunft gestalten wollen, kann Bergen viel gewinnen. Die gute Zusammenarbeit mit der Gedenkstätte ist ein starkes Zeichen dafür setzen, dass wir aus unserer Geschichte gewachsen sind und für Weltoffenheit und Toleranz eintreten.