Mein Bergen ist generationenfreundlich

Unsere Gesellschaft wird älter. Immer mehr Menschen machen sich frühzeitig Gedanken über Pflege im Alter. Die ansässigen Pflegebetriebe leisten eine hervorragende Arbeit und doch gibt es immer noch Bedarfe in der Betreuung, die gedeckt werden müssen. Insbesondere angemessene Pflege für Demenzkranke ist eine Herausforderung unserer Zeit.

Aktuell stehen wir in Verhandlung mit der Fa. Wohnvoll, um ein Projekt für betreutes Wohnen in der Seymourstr. zu verwirklichen. Ich hoffe sehr, dass dieses Projekt in der Zukunft realisiert werden kann. Ich will unsere Gesellschaft in diesem Bereich optimal aufstellen. Wenn wir das schaffen, ist das ein klares Statement für unsere Stadt und ihre Verantwortung gegenüber ihren Bürgern: Jeder soll in seiner Heimat in Würde alt werden können! Dafür mache ich mich auch weiterhin stark.


Bergen ist „Stadt des Friedens und der Internationalität“ und wir leben derzeit mit über 50 Nationen zusammen.

Die Gemeinschaft der Kulturen und das friedliche Miteinander sind für mich von besonderer Bedeutung. Vielfalt und Offenheit sollten daher gelebter Alltag sein. Wir haben nur diese eine Welt auf der wir für einen kurzen Moment gemeinsam leben. Daher setze ich mich für alle hier lebenden Menschen ein.

Denn in einer krisengeschüttelten Welt zeigt sich wahre Stärke nicht im Alleingang, sondern im kollektiven Zusammenhalt. Nur gemeinsam meistern wir die Herausforderungen von morgen, eine radikale Spaltung unserer Gesellschaft wäre das Ende unserer staatlichen Ordnung.

Wir sind als Stadt Bergen auch „Sicherer Hafen„, was bedeutet, das wir uns, wenn nötig, um Menschen kümmern, die durch Krieg und Verfolgung heimatlos geworden sind. Denn auch wir könnten in eine solche Situation geraten, die Geschichte hat es bewiesen.


Um die Attraktivität unserer Stadt weiterhin für junge Familien zu steigern, haben wir in den Ortschaften Eversen, Sülze, Bergen und Belsen u.a. in den vergangenen 4 Jahren neue Baugebiete ausgewiesen. Dies geschah in enger Abstimmung mit den Ortschaften.

Generell sind diese Baugebiete wichtig für die Entwicklung der Stadt insgesamt, doch leider haben sich durch den Krieg in der Ukraine die Energiekosten, Baukosten und die Zinsen so ungünstig entwickelt, dass die Bautätigkeit augenblicklich stagniert. 

Ich bin bestrebt, den jungen Familien eine Perspektive für eine Zukunft in der Stadt Bergen zu bieten. Die Voraussetzungen sind in Bezug auf Baugrundstücke geschaffen worden, die weitere Entwicklung muss abgewartet werden.

Auch über den immer geforderten günstigen Wohnraum verfügen wir. Hier ist aktuell sogar ein teilweiser Lehrstand zu verzeichnen. Um dem entgegen zu wirken ist geplant, in der Seymourstr. vier Blöcke abzureißen, um so eine vernünftige Stadtplanung zu gewährleisten.


Der Klimawandel geht uns alle an. Mein Bergen stellt sich diesen globalen Herausforderungen auch auf lokaler Ebene. Als zukunftsorientierte Stadt ist es unerlässlich für Bergen, sich als ökologisch und nachhaltig agierende Gemeinde zu etablieren.

Deshalb haben wir da, wo Sanierungsarbeiten stattgefunden haben, auch Photovoltaik-Anlagen oder Solarenergie auf öffentlichen Gebäuden berücksichtigt – so beispielsweise auf der Heisterkampsporthalle.

Aktuell steht auf der Agenda, im nord-östlichen Teil unseres Stadtgebietes, einen Windpark zu etablieren, an dem auch die Bürger beteiligt werden. Erste politische Beratungen dazu haben bereits stattgefunden.

Auch Kleinigkeiten berücksichtigen wir, wie z.B. die biologisch abbaubaren Kotbeutel in den Spendern.

Unter anderem ist ein Wasserspender von den Stadtwerken aktuell auf dem Friedensplatz installiert worden, um die Bürger an Hitzetagen mit Flüssigkeit zu versorgen. Diese Maßnahme ist sicherlich auch für unsere Ortschaften von Interesse.

Nach wie vor ist es mir ein Anliegen, unsere Ortskerne mit mehr Bäumen zu versehen, um Schattenplatze zu schaffen. Dies gestaltet sich ehrlicherweise aus verschiedenen Gründen schwierig, aber trotzdem bleibe ich an diesem Thema dran.


Eine allgemeine Herausforderung für unsere Region ist nach wie vor die Mobilität – sowohl die persönliche über den öffentlichen Nahverkehr als auch die digitale in Form von Netzanbindung.

Der ÖPNV und eine mögliche Bahnanbindung der Stadt bieten viele Möglichkeiten, die den Bürgern zugutekommen und auch den Tourismus und die Wirtschaft fördern können. Als Bürgermeisterin habe ich beim Landkreis Heidekreis wie auch beim Landkreis Celle immer wieder eine lankdkreisübergreifende Busverbindung eingefordert.

Auch die Reaktivierung der SINON-Bahnstrecke für den Personennahverkehr habe ich in Arbeitskreisen nachdrücklich eingefordert.

Die Zuständigkeit liegt am Ende jedoch nicht bei der Stadt Bergen, so bleibt nichts anderes, als immer am Ball zu bleiben, was sich als Bürgermeisterin beharrlich tue.

Das Vorhaben, den Bürgerbus zu stärken ist leider nicht geglückt. Die Stadt Bergen hat den Verein zwar finanziell unterstützt und auch die ehrenamtlichen Fahrer waren immer eifrig dabei, doch am Ende fehlten die Fahrgäste, sodass sich der Verein nach vielen Jahren leider auflösen musste.  

Auch die Prüfung eines Car-Sharings war nicht erfolgversprechend, aber eine erneute Prüfung zu einem späteren Zeitpunkt schließt sich nicht aus.

Demnächst wird hinter dem Gemeindehaus in Bergen eine Schnellladesäule für PKWs in Betrieb genommen. Dies ist ein gutes Angebot für die E-Fahrzeuge mit einem guten Standort im Ortskern an der B3. Weitere Stationen sollen gerne folgen.

Eine gute und schnelle Internetanbindung mit Glasfaser schreitet langsam aber stetig voran. Auch hier bleiben wir am Ball, denn wir wissen, dass diese für Wirtschaft und den privaten Gebrauch unabdingbar ist.


Ich habe zugesagt, mich für den Erhalt des Schwimmbades einzusetzen und tatsächlich konnte gemeinsam mit der Politik erreicht werden, Sanierungsmaßnahmen anzuschieben. Diese sind noch nicht abgeschlossen und viele Maßnahmen liegen noch vor uns, gemeinsam bleiben wir hier am Ball.


Für alle Generationen ist eine gute ärztliche Versorgung in Bergen wichtig. Die Sicherung des Angebots im medizinischen Bereich ist also eine wichtige Aufgabe.  Dazu gehören nicht nur (Fach-) Praxen, sondern auch der Rettungsdienst. 

Um die ärztliche Versorgung in unserer Stadt attraktiv zu gestalten, hat der Rat auf meine Empfehlung ein Förderprogramm zur ärztlichen Versorgung verabschiedet. Als Verwaltung stehen wir aktuell in ständigem Austausch mit Ärzten, um für unseren Standort zu werben und die Versorgung weiter sicherzustellen. 

Ich möchte erwähnen, dass dies keine originäre Aufgabe einer Gemeinde ist und wir uns bei diesem Thema im Bereich der freiwilligen Leistung bewegen.