Mein Bergen ist zukunftsorientiert

Um die Attraktivität unserer Stadt weiterhin für junge Familien zu steigern, haben wir in den Ortschaften Eversen, Sülze, Bergen und Belsen u.a. in den vergangenen 4 Jahren (2022 bis 2026) neue Baugebiete ausgewiesen. Dies geschah in enger Abstimmung mit den Ortschaften.

Generell sind diese Baugebiete wichtig für die Entwicklung der Stadt insgesamt, doch leider haben sich durch den Krieg in der Ukraine die Energiekosten, Baukosten und die Zinsen so ungünstig entwickelt, dass die Bautätigkeit augenblicklich stagniert. 

Die Stadt ist bestrebt, den jungen Familien eine Perspektive für eine Zukunft in Bergen zu bieten. Die Voraussetzungen sind in Bezug auf Baugrundstücke geschaffen worden, die weitere Entwicklung muss abgewartet werden.

Auch über den immer geforderten günstigen Wohnraum verfügt die Stadt. Hier ist aktuell sogar ein teilweiser Lehrstand zu verzeichnen. Um dem entgegen zu wirken ist geplant, in der Seymourstr. vier Blöcke abzureißen, um so eine vernünftige Stadtplanung zu gewährleisten.

Auch der Grundschulneubau der Hinrich-Wolff-Schule ist in 2026 im Stadtrat beschlossen worden. Dies freut mich sehr, da wir dadurch unseren jungen Familien eine baulich intakte, moderne und inhaltlich pädagogisch wertvolle Schule für ihre Kinder zur Verfügung stellen können. 


Bergen ist „Stadt des Friedens und der Internationalität“ und wir leben derzeit mit über 50 Nationen zusammen.

Die Gemeinschaft der Kulturen und das friedliche Miteinander sind für mich von besonderer Bedeutung. Vielfalt und Offenheit sollten daher gelebter Alltag sein. Wir haben nur diese eine Welt auf der wir für einen kurzen Moment gemeinsam leben. Daher setzte ich mich für alle hier lebenden Menschen ein.

Denn in einer krisengeschüttelten Welt zeigt sich wahre Stärke nicht im Alleingang, sondern im kollektiven Zusammenhalt. Nur gemeinsam meistern wir die Herausforderungen von morgen, eine radikale Spaltung unserer Gesellschaft wäre das Ende unserer staatlichen Ordnung.

Wir sind als Stadt Bergen auch „Sicherer Hafen„, was bedeutet, daß wir uns, wenn nötig, um Menschen kümmern, die durch Krieg und Verfolgung heimatlos geworden sind. Denn auch wir könnten in eine solche Situation geraten, die Geschichte hat es bewiesen.


Mit einer Gemeinschaft aus 13 Ortschaften ist Bergen eine lebendige Stadt.

Jedes der umliegenden Dörfer trägt zur Attraktivität unserer Gemeinschaft bei. Unsere vier Museen, die vielen Sportvereine und insbesondere das soziale Engagement – beispielsweise für die Kleiderkammer – ist in unserer Stadt unglaublich vielfältig und stark ausgeprägt. 

Unsere Ortschaften sollen ihren ländlichen Charakter erhalten und sich gleichzeitig zukunftsorientiert weiter entwickeln. Da das aus eigener Kraft finanziell für die Stadt schwierig ist, haben wir uns für das Dorfentwicklungsprogramm beworben und sind 2020 mit der „Dorfregion Süd“ in das Förderprogramm aufgenommen worden. Private wie öffentliche Vorhaben werden über die nächsten Jahre massiv gefördert (beispielsweise der Strassenbau in Offen, Hinter den Höfen, oder die Teilsanierung des DGH in Sülze, Offen und Belsen) und gewährleisten eine positive, selbstbestimmte Entwicklung in den Ortschaften.


Um die Stadtentwicklung konstruktiv vorantreiben zu können, hat unser Gebäudemanager in den vergangenen 4 Jahren die Immobilien im Eigentum der Stadt und deren baulichen Zustand aufgenommen.

Von manchen Immobilien haben wir uns bereits getrennt oder werden wir uns zukünfig durch Abverkauf trennen, andere sollen saniert und weiter genutzt werden.

Aktuell wird geprüft, wie wir zukünftig mit den Dorfgemeinschaftshäusern verfahren wollen. Die Idee ist, diese in andere Trägerschaft zu überführen, aber immer unter der Bedingung, dass sie den Dorfgemeinschaften weiter uneingeschränkt zur Verfügung stehen. Insofern soll den Bürgern kein Nachteil entstehen. 

Am Ende steht immer die Verantwortung, unsere Steuergelder verantwortungsbewusst und nachhaltig für die Gemeinschaft einzusetzen.


Der Klimawandel geht uns alle an. Mein Bergen stellt sich diesen globalen Herausforderungen auch auf lokaler Ebene. Als zukunftsorientierte Stadt ist es unerlässlich für Bergen, sich als ökologisch und nachhaltig agierende Gemeinde zu etablieren.

Deshalb haben wir in den vergangenen Jahren, da, wo Sanierungsarbeiten stattgefunden haben, auch Photovoltaik-Anlagen oder Solarenergie auf öffentlichen Gebäuden berücksichtigt – so beispielsweise auf der Heisterkampsporthalle.

Aktuell steht auf der Agenda, im nord-östlichen Teil unseres Stadtgebietes, einen Windpark zu etablieren, an dem auch die Bürger beteiligt werden.

Auch Kleinigkeiten berücksichtigen wir, wie z.B. die biologisch abbaubaren Kotbeutel in den Spendern.

Unter anderem ist ein Wasserspender von den Stadtwerken aktuell auf dem Friedensplatz installiert worden, um die Bürger an Hitzetagen mit Flüssigkeit zu versorgen. Diese Maßnahme ist sicherlich auch für unsere Ortschaften von Interesse.

Nach wie vor ist es mir ein Anliegen, unsere Ortskerne mit mehr Bäumen zu versehen, um Schattenplatze zu schaffen. Dies gestaltet sich ehrlicherweise aus verschiedenen Gründen schwierig, aber trotzdem bleibe ich an diesem Thema dran.


Wir alle profitieren von einer guten Wirtschaft. Die circa 400 kleinen und großen Betriebe im Stadtbereich müssen daher Gehör in der Politik finden. Um dem gerecht zu werden, habe ich seit meinem Amtsantritt im November 2019 2x jährlich einen Unternehmerabend durchgeführt.

In der Regel haben wir 50 – 70 Teilnehmende aus der Wirtschaft. Gemeinsam besuchen wir einen örtlichen Betrieb, der an diesem Abend die Möglichkeit hat, sich vorzustellen. Ebenso gibt es ein Kurzreferat von Institutionen wie beispielsweise dem JobCenter, der örtlichen Oberschule, der Krankenkasse usw.

Der Austausch dient dem Netzwerken und dem guten Austausch zwischen Verwaltung und Wirtschaftsbetrieben hier vor Ort. Ich möchte diesen Austausch weiter auf diese Weise auf einem guten Niveau halten.

Hilfreich dabei ist auch unsere Wirtschaftsförderung, in Person Herr Wunderlich, der bestrebt ist, Hilfestellungen zu geben, wo er nur kann. Dazu gehört die Beratung zu Förderprogrammen, die Vermittlung von Gewerbegrundstücken, die Vermittlung zu Ansprechpartnern beim Landkreis oder auch der Hinweis auf andere Netzwerkpartner.

Zu den Gewerbegrundstücken kann ich noch ergänzen, dass die Grundstücke im Gewerbegebiet „Auf der Schanze“ alle seit 2024 verkauft sind. Um weiterhin Gewerbeflächen anbieten zu können, haben Stadt und SEB insgesamt ca. 25 ha angekauft. Die Nachfrage besteht und wir sind nun auf dem Weg, die Flächen Stück für Stück zu entwickeln.

Die positiven Rückmeldungen der Betriebe zeigen uns, dass wir als Stadtverwaltung hier auf dem richtigen Weg sind.

Auch in Bezug auf die Förderung des Ausbildungsnachwuchses steht die Stadt Bergen in engem Kontakt mit der Oberschule in Bergen. Für die kommende Zeit sind gemeinsame Projekte angedacht, denn ohne Zweifel ist die Nachwuchsförderung elementar, um dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken. 


Unsere Gesellschaft wird älter. Immer mehr Menschen machen sich frühzeitig Gedanken über Pflege im Alter. Die ansässigen Pflegebetriebe leisten eine hervorragende Arbeit und doch gibt es immer noch Bedarfe in der Betreuung, die gedeckt werden müssen. Insbesondere angemessene Pflege für Demenzkranke ist eine Herausforderung unserer Zeit.

Aktuell stehen wir in Verhandlung mit der Fa. Wohnvoll, um ein Projekt für betreutes Wohnen in der Seymourstr. zu verwirklichen. Ich hoffe sehr, dass dieses Projekt in der Zukunft realisiert werden kann. Ich will unsere Gesellschaft in diesem Bereich optimal aufstellen. Wenn wir das schaffen, ist das ein klares Statement für unsere Stadt und ihre Verantwortung gegenüber ihren Bürgern: Jeder soll in seiner Heimat in Würde alt werden können! Dafür mache ich mich auch weiterhin stark.


Als Mitgründerin der Bürgerstiftung Region Bergen und aus vielen anderen ehrenamtlichen Tätigkeiten weiß ich, wie viel Hingabe es erfordert, ehrenamtliche Arbeit zu leisten.

Und dieses Ehrenamt braucht meine Unterstützung. In den vergangenen sieben Jahren habe ich an 85 % der Mitgliederversammlungen der Freiwilligen Feuerwehr teilgenommen. Auf Einladung bin ich auch immer gerne bei Mitgliederversammlungen anderer Vereine dabei, um direkt von Eurer Arbeit zu erfahren.

Vereinsarbeit und Ehrenamt hat meinen größten Respekt und meine höchste Anerkennung. Daher lege ich großen Wert auf einen guten Austausch und versuche, trotz angespannter finanzieller Lage der Stadt, gute Lösungen für die Wünsche oder Probleme der Vereine zu finden. 

Mein Dank geht stellvertretend an dieser Stelle an die Mitglieder des Vereins der Kleiderkammer und die Vorsitzende Heidrun Rätz. Der Verein hat mit meiner Unterstützung als Bürgermeisterin ein Projekt ins Leben gerufen, welches beispielhaft und von großer Bedeutung für viele Menschen in unserer Stadt ist.


Gute Tradition in Bergen ist gelebte Integration. Wir haben es immer aktiv geschafft, Menschen in unserer Mitte aufzunehmen: In unserer Stadt leben zwischenzeitlich Mitbürger aus über 50 Ländern. Wir haben Geflüchtete aufgenommen und gezeigt, dass Bergen Herz hat! Damit Integration gelingen kann, bedarf es einer umsichtigen Politik, die die Kommunikation zwischen allen Kulturen fördert und vorantreibt.

Ich halte weiterhin an dem Projekt „Demokratie leben“ in Zusammenarbeit mit der Gedenkstättenstiftung fest. Unsere seit Jahren etablierte Integrationsarbeit ist sehr erfolgreich und ich möchte sie gerne weiter fortsetzen.  


Nach wie vor müssen wir dem Tourismus mehr Aufmerksamkeit und Bedeutung schenken, auch zur Stärkung unserer Hotels und Gastronomie. Zwischenzeitlich ist die Touristinformation beim Römstedt-Museum angedockt und gewährleistet hier mit passenden Angeboten und mit verlässlichen Öffnungszeiten die Versorgung der Touristen mit Informationen in unserer Stadt und stärkt nebenbei das Museum selbst.

Um unsere Stadt für Touristen attraktiv zu machen, gibt es seit geraumer Zeit u.a. E-Bike Lade- und Reparaturstation. Diverse Beschilderungen im gesamten Stadtgebiet bilden dazu eine gute Ergänzung.

Eine von mir angedachten Anbindung an den Touristenort Wietzendorf durch eine Draisine auf den OHE-Gleisen ist leider nicht umsetzbar, da die Gleise nach wie vor für den Güterverkehr genutzt werden und für eine Freigabe nicht zur Verfügung stehen.

 


Die Stadt Bergen definiert mehr als ihre Vergangenheit.

Aber nur, wenn wir die Vergangenheit akzeptieren, können wir sie im Positiven überwinden und mit optimistischem Blick in die Zukunft schauen: Es ist unsere Verantwortung, zur Historie des Ortes zu stehen und daraus zu lernen. Wenn wir uns nicht definieren lassen von dem, was geschehen ist, sondern davon, wie wir unsere Zukunft gestalten wollen, kann Bergen viel gewinnen. Die gute Zusammenarbeit mit der Gedenkstätte ist ein starkes Zeichen dafür setzen, dass wir aus unserer Geschichte gewachsen sind und für Weltoffenheit und Toleranz eintreten.