Mein Bergen ist wirtschaftsfreundlich

Wir alle profitieren von einer guten Wirtschaft. Die circa 400 kleinen und großen Betriebe im Stadtbereich müssen daher Gehör in der Politik finden. Um dem gerecht zu werden, habe ich seit meinem Amtsantritt im November 2019 2x jährlich einen Unternehmerabend durchgeführt.

In der Regel haben wir 50 – 70 Teilnehmende aus der Wirtschaft. Gemeinsam besuchen wir einen örtlichen Betrieb, der an diesem Abend die Möglichkeit hat, sich vorzustellen. Ebenso gibt es ein Kurzreferat von Institutionen wie beispielsweise dem JobCenter, der örtlichen Oberschule, der Krankenkasse usw.

Der Austausch dient dem Netzwerken und dem guten Austausch zwischen Verwaltung und Wirtschaftsbetrieben hier vor Ort. Ich möchte diesen Austausch weiter auf diese Weise auf einem guten Niveau halten.

Hilfreich dabei ist auch unsere Wirtschaftsförderung, in Person Herr Wunderlich, der bestrebt ist, Hilfestellungen zu geben, wo er nur kann. Dazu gehört die Beratung zu Förderprogrammen, die Vermittlung von Gewerbegrundstücken, die Vermittlung zu Ansprechpartnern beim Landkreis oder auch der Hinweis auf andere Netzwerkpartner.

Zu den Gewerbegrundstücken kann ich noch ergänzen, dass die Grundstücke im Gewerbegebiet „Auf der Schanze“ alle seit 2024 verkauft sind. Um weiterhin Gewerbeflächen anbieten zu können, haben Stadt und SEB insgesamt ca. 25 ha angekauft. Die Nachfrage besteht und wir sind nun auf dem Weg, die Flächen Stück für Stück zu entwickeln.

Die positiven Rückmeldungen der Betriebe zeigen uns, dass wir als Stadtverwaltung hier auf dem richtigen Weg sind.

Auch in Bezug auf die Förderung des Ausbildungsnachwuchses steht die Stadt Bergen in engem Kontakt mit der Oberschule in Bergen. Für die kommende Zeit sind gemeinsame Projekte angedacht, denn ohne Zweifel ist die Nachwuchsförderung elementar, um dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken. 


Eine allgemeine Herausforderung für unsere Region ist nach wie vor die Mobilität – sowohl die persönliche über den öffentlichen Nahverkehr als auch die digitale in Form von Netzanbindung.

Der ÖPNV und eine mögliche Bahnanbindung der Stadt bieten viele Möglichkeiten, die den Bürgern zugutekommen und auch den Tourismus und die Wirtschaft fördern können. Als Bürgermeisterin habe ich beim Landkreis Heidekreis wie auch beim Landkreis Celle immer wieder eine lankdkreisübergreifende Busverbindung eingefordert.

Auch die Reaktivierung der SINON-Bahnstrecke für den Personennahverkehr habe ich in Arbeitskreisen nachdrücklich eingefordert.

Die Zuständigkeit liegt am Ende jedoch nicht bei der Stadt Bergen, so bleibt nichts anderes, als immer am Ball zu bleiben, was ich als Bürgermeisterin beharrlich tue. Allerdings fällt den Kreistagsabgeordneten unsere Stadt hierbei auch eine besondere Bedeutung zu.

Das Vorhaben, den Bürgerbus zu stärken ist leider nicht geglückt. Die Stadt Bergen hat den Verein zwar finanziell unterstützt und auch die ehrenamtlichen Fahrer waren immer eifrig dabei, doch am Ende fehlten die Fahrgäste, sodass sich der Verein nach vielen Jahren leider auflösen musste.  

Auch die Prüfung eines Car-Sharings war nicht erfolgversprechend, aber eine erneute Prüfung zu einem späteren Zeitpunkt schließt sich nicht aus.

Demnächst wird hinter dem Gemeindehaus in Bergen eine Schnellladesäule für PKWs in Betrieb genommen. Dies ist ein gutes Angebot für die E-Fahrzeuge mit einem guten Standort im Ortskern an der B3. Weitere Stationen sollen gerne folgen.

Eine gute und schnelle Internetanbindung mit Glasfaser schreitet langsam aber stetig voran. Auch hier bleiben wir am Ball, denn wir wissen, dass diese für Wirtschaft und den privaten Gebrauch unabdingbar ist.


Nach wie vor müssen wir dem Tourismus mehr Aufmerksamkeit und Bedeutung schenken, auch zur Stärkung unserer Hotels und Gastronomie. Zwischenzeitlich ist die Touristinformation beim Römstedt-Museum angedockt und gewährleistet hier mit passenden Angeboten und mit verlässlichen Öffnungszeiten die Versorgung der Touristen mit Informationen in unserer Stadt und stärkt nebenbei das Museum selbst.

Um unsere Stadt für Touristen attraktiv zu machen, gibt es seit geraumer Zeit u.a. E-Bike Lade- und Reparaturstation. Diverse Beschilderungen im gesamten Stadtgebiet bilden dazu eine gute Ergänzung.

Eine von mir angedachten Anbindung an den Touristenort Wietzendorf durch eine Draisine auf den OHE-Gleisen ist leider nicht umsetzbar, da die Gleise nach wie vor für den Güterverkehr genutzt werden und für eine Freigabe nicht zur Verfügung stehen.


Um die Innenstadt allgemein zu entlasten, muss eine Ortsumgehung umgesetzt werden – Bergen kann nicht als Ersatzautobahn dienen! Ich sehe den Verkehr auf der B 3 als große Belastung für unsere Bürger. Auch das Gewerbegebiet „Auf der Schanze“ würde an Attraktivität gewinnen und wäre mit der Umgehungsstrasse viel besser angebunden. Der Verkehr könnte den städtischen Innenbereich damit leichter umfahren.

Seit Jahren fordere ich die Umsetzung der zugesagten Ortsumgehung ein. Sie ist im Bundesverkehrswegeplan verankert und es darf nicht sein, dass wir als Stadt Bergen ständig vertröstet werden. Ich halte an der Umsetzung fest und trage diese Forderung bei den Entscheidungsträgern immer wieder vor.